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Stromnetzbetreiber Tennet mit Ausbau überfordert

21.02.2012

Investitionen sollen durch Gemeinschaftsunternehmen getragen werden

Foto: kre8tiv/flickr.com

Die Financial Times Deutschland berichtet, dass der Netzbetreiber Tennet mit dem seit der Energiewende nötigen Ausbau der Stromnetzanschlüsse an Dutzenden Nordsee-Windparks nicht hinterherkommt. Jetzt fordert Tennet die Gründung eines Gemeinschaftsunternehmens für die Verkabelung der Windparks sowie für die Hochspannungstrassen von Nord- nach Süddeutschland. Die Bundesregierung will bis 2020 eine Leistung von zehn Gigawatt installieren lassen – das entspricht rund 2.000 Windrädern.


Nach dem Gesetz ist Tennet für Nordwestdeutschland verantwortlich und somit zum Anschluss der Nordsee-Windparks verpflichtet. Erst im Geschäftsjahr 2010 hatte der niederländische Staatskonzern das Hochspannungsnetz von E.ON gekauft – nach eigenen Angaben nicht mit dem Bewusstsein dass innerhalb so kurzer Zeit Investitionen in Milliardenhöhe nötig sein würden.


Tennet rechnet mit Investitionen in Höhe von mindestens 15 Mrd. EUR für Offshore-Netze und Kabel. Von dem Gemeinschaftsunternehmen erhofft sich Tennet, dass die Kosten aufgeteilt werden. Diese Forderung muss allerdings noch mit Bundesregierung und den drei anderen deutschen Netzbetreibern diskutiert werden, so Tennet zur FTD.

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