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Trotz Kältewelle: Strom- und Gasversorgung gesichert
Bereits wiederholte Zuschaltung der Kaltreserven

- Foto: Württembergische Energie
In den vergangenen Tagen hat die Nachricht, dass Gazprom seine Gaslieferungen nach Deutschland reduziert hat (vgl. Württembergische Energie News), für Unsicherheit gesorgt. Dass diese Unsicherheit unbegründet ist, schreibt das Magazin Der Stern und beruft sich auf Stromnetzbetreiber, Gasversorger und Bundesnetzagentur. Matthias Kurth, Präsident der Bundesnetzagentur, sieht die Versorgungssicherheit nicht in Gefahr und betont, dass die Gas-Kavernen in Deutschland gut gefüllt sind. Festgelegte Kaltreserven sorgten dafür, dass auch bei anhaltenden schlechten Wetterbedingungen die Stromversorgung gesichert ist.
Dass diese Kaltreserven dringend benötigt werden, zeigt, dass bereits zum zweiten Mal in diesem Winter auf ein Ölkraftwerk in Österreich zurückgegriffen wurde. Dies bestätigte eine Sprecherin des Netzbetreibers Tennet gegenüber der Frankfurter Allgemeine Zeitung (vgl. Printausgabe, S. 12, 09.02.2012). Allerdings handelte es sich bei der Zuschaltung um eine "präventive Maßnahme".
Kurth hält die Zuschaltung nicht für ungewöhnlich: "Für solche Situationen steht die Kaltreserve ja bereit, um einen Ausgleich zu schaffen." E.ON-Vertriebschef Stefan Vogg wies in dem Zusammenhang auf die Wichtigkeit von Gaskraftwerken hin, deren Leistung kurzfristig rauf- und runtergefahren werden kann. Allerdings lohne sich der Neubau finanziell kaum, da die Anlagen nicht durchgängig betrieben werden können.