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EEG-Umlage deckt sich nicht mit Zuschüssen für Solar- und Windanlagen

10.03.2011

Prognoseunsicherheit führt zu überhöhter EEG-Umlage

Foto: bby_/flickr.com

Unterschiedliche Medien (u. a. Rheinische Post und Focus) berichteten zuletzt, dass die EEG-Umlage anscheinend zu hoch angesetzt wurde.

Seit Jahresbeginn erhöhten hunderte Energieversorger die Preise im Schnitt um sieben Prozent. Die EEG-Umlage war von 2,05 Cent auf 3,53 Cent je Kilowattstunde angehoben worden. In der Begründung der Regierung hieß es damals, dass vor allem der massive Ausbau von Solarenergie verantwortlich sei (vgl. News Württembergische Energie).

Laut der Rheinischen Post teilte nun das Bundesministerium mit, man erwarte bis ins Jahr 2013 keine weiteren steigenden Belastungen durch die Ökostrom-Steuer für den Verbraucher. Wahrscheinlich sei die Umlage für 2011 sogar zu hoch angesetzt worden. Brancheninsider spekulieren auf eine Senkung der EEG-Umlage in 2012.

Kostspieliger Boom

12.01.2011

Diskussion um Förderung von Erneuerbaren Energien

Foto: Divwerf/flickr.com

Mit dem Inkrafttreten des Erneuerbare-Energien-Gesetz war Deutschland im Jahr 2000 Vorreiter bei der Förderung Erneuerbarer Energien. Inzwischen fördern zahlreiche Länder nach deutschem Vorbild Solar- und Windenergie. Betreiber solcher Anlagen erhalten für die eingespeiste Energie eine auf Jahre garantierte Vergütung – finanziert durch eine separate  Abgabe (in Deutschland EEG-Umlage) von Seiten der Stromverbraucher.

 

Diese Vergütung kommt Anlegern zugute, die in Erneuerbare-Energie-Anlagen investieren.  Da die Ausschüttungen zum Teil sehr profitabel sind, wurde in den letzten Jahren kräftig investiert. So kräftig, dass in einigen Ländern „der Markt überhitzte“ wie die Financial Times Deutschland schreibt.

 

Um dem entgegen zu wirken, haben einzelne Länder erste Maßnahmen ergriffen. Spaniens Energieminister plant die Einspeisevergütung nur noch für eine bestimmte Anzahl von Produktionsstunden zu  zahlen. Tschechiens Vorhaben dagegen ist bereits umgesetzt: Ende letzten Jahres wurde eine „Solarsteuer“ eingeführt. Ab 2009 gebaute Solarparks müssen eine Abgabe auf die erhaltene Einspeisevergütung zahlen. Zwar ist die Solarsteuer zunächst auf drei Jahre begrenzt, jedoch gilt sie rückwirkend für 2010.

 

Da Erneuerbare Energien bisher verstärkt durch Investoren finanziert wurden, sehen Verbände eine große Gefahr für den Markt. Denn die Minderung der Ausschüttung verringert die Rendite der Solarinvestoren. Dieser Kritik entgegnet die Tschechische Regierung die Sorge um steigende Strompreise und das Wohl der Verbraucher.

 

Mehr zur Solarsteuer in Tschechien finden Sie hier.

Steigende Strompreise

10.01.2011

EEG-Umlage als Preistreiber nur vorgeschoben?

Foto: aranjuez1404/flickr.com

Das Magazin stern schreibt von der „seit Jahren größten Strompreis-Erhöhungswelle“. Hunderte Stromversorger haben ihre Kunden bereits über die gestiegenen Preise informiert oder Preiserhöhungen angekündigt.

 

Viele Versorger begründen die Erhöhung mit der steigenden EEG-Umlage. Allerdings sind in den letzten beiden Jahren die Einkaufspreise für Strom drastisch gesunken. Einer Studie der Grünen zufolge hätten die Strompreise ebenfalls sinken müssen, stattdessen werden auf die Deutschen in diesem Jahr rund zwei Milliarden EURO an ungerechtfertigten Stromkosten zukommen.

 

Eine Möglichkeit, sich den gestiegenen Preisen entgegenzusetzen, ist ein Stromanbieterwechsel.  Denn je höher die Wechselbereitschaft der Kunden, desto höher der Wettbewerb am Markt und desto größer die Möglichkeit für den Verbraucher, einen günstigen Energiepreis zu erzielen.

 

Die Ergebnisse der Studie der grünen Bundestagsfraktion können Sie hier nachlesen.

Spekulationen über eine steigende EEG-Umlage

14.12.2010

Gesetzeslücke kann Strompreise weiter erhöhen

Der Strompreis setzt sich aus dem Energiepreis, den Netzentgelten sowie Steuern und Abgaben zusammen. Zu diesen Steuern und Abgaben zählt unter anderem auch die so genannte EEG-Umlage. Diese Umlage müssen bisher grundsätzlich alle Stromkunden (einige Industriebetriebe bilden die Ausnahme) bezahlen. Mit ihr wird Strom aus Erneuerbaren-Energien-Anlagen gefördert. So erhalten Betreiber garantierte Zahlungen für ihren produzierten Strom. 

 

Wegen einer Gesetzeslücke könnte diese Umlage nun deutlich steigen. Hintergrund ist das „Grünstrom-Privileg“ im Erneuerbare-Energien-Gesetz. Darin ist festgelegt dass Stromtarifanbieter, die mindestens die Hälfte ihres Stroms direkt von Erneuerbaren-Energien-Anlagen kaufen, keine Umlage entrichten müssen. Dann fiele die entsprechende Anlage aus der Förderung durch die EEG heraus. Experten bemängeln, dass Stromanbieter daraus Profit schlagen könnten. Denn obwohl Strom aus Erneuerbaren-Energien-Anlagen gemeinhin teurer ist als Strom aus Kernkraft, Kohle oder Gas, sind Einsparungen durch das Nutzen des Grünstrom-Privilegs, also durch eine EEG-Befreiung, möglich.

 

Die Folge:
Kunden, die keinen Grünstrom-Privileg-Tarif hätten, müssten für die verbleibenden EEG-Anlagen aufkommen. Dies hätte eine steigende EEG-Umlage und damit steigende Stromkosten zur Folge. Denn die Zahl der Kunden, die die Umlage aufbringen müsste, würde ebenfalls sinken.

 

Bundestags-Energie-Experte der Grünen, Hans-Josef Fell, sagte der Berliner Zeitung: "Um Missbrauch und eine Kostenbelastung der Stromkunden auszuschließen, sollte das Grünstrom-Privileg zukünftig nur noch für Unternehmen gelten, die hundert Prozent Ökostrom anbieten."