Aktuelle News für den Energiemarkt

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Atomdebatte in Europa

24.03.2011

Mögliche Auswirkungen bei Abschaltung der AKW

Foto: Passenger Faber/flickr.com

In Europa sah im Jahr 2010 die Verteilung der Stromquellen wie folgt aus:

  • 28 Prozent entfielen auf Atomkraft
  • 27,6 Prozent auf Kohle, 23,2 Prozent auf Erdgas
  • 2,2 Prozent auf Erdölprodukte
  • sowie 19 Prozent auf Erneuerbare Energien.

Allein in Deutschland wurden 621 TWh Strom produziert – 22,6 Prozent davon aus Atomkraft. Das entsprach im vergangenen Jahr einer Produktionsleistung von rund 140 TWh.

Nach den Ereignissen in Japan wird sich vermutlich einiges auf dem Energiemarkt in Deutschland tun. Wie sich die Entwicklungen auf die Verbraucher auswirken werden, ist ungewiss. Die Preise für Rohstoffe und Strom sind nach Bekanntwerden des Moratoriums durch die Bundesregierung ruckartig nach oben geschnellt. Die Debatte um Klimaschutz, Sicherheit und Kosten ist entbrannt – und eine endgültige Abschaltung der älteren AKW ist möglicherweise nicht mehr weit entfernt (vgl. Frankfurter Allgemeine Zeitung, Printausgabe 24.03.2011, S. 12).


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EU ebnet den Weg für einen einheitlichen Energiemarkt

08.02.2011

Bis 2014 sollen Strom und Gas durch Europa fließen

Foto: Europäisches Parlament

Die Staats- und Regierungschefs der EU haben am vergangenen Freitag in Brüssel den Weg für einen einheitlichen EU-Energiemarkt bis 2014 geebnet. Innerhalb der kommenden drei Jahre sollen Strom und Gas durch Europa fließen. Die dafür notwendigen Kosten in Milliardenhöhe für den Ausbau der Strom- und Gasleitungen werden vermutlich direkt an die Verbraucher weitergegeben. Laut Financial Times Deutschland plant Oettinger die Finanzierung auch über EU-Anleihen. Ziel ist u. a. das Ende der Abhängigkeit einiger osteuropäischer Staaten von den Energielieferungen aus Russland oder der Ukraine. Denn nach 2015 soll kein EU-Land mehr von der Gas- oder Stromversorgung abgeschnitten sein.

 

Mit diesem Entschluss gehen mit großer Sicherheit erhöhte Kosten für die Verbraucher einher. So sollen den Netzbetreibern höhere Renditen von den nationalen Aufsichtsbehörden eingeräumt werden, um den Leitungsbau in Schwung zu bringen. Die Gebiete, in denen sich eine Anbindung wirtschaftlich nicht rentiert, dazu zählt beispielsweise Malta, könnten mit EU-Mitteln finanziert werden. Für Deutschland ist zunächst mit großer Sicherheit mit Preiserhöhungen für Strom und Gas zu rechnen. Langfristig aber soll auf dem Binnenmarkt nicht nur die Versorgung gesichert, sondern durch den europäischen Wettbewerb auch die Preise stabil gehalten werden.

EU-Kommissar Oettinger plant freien Strom- und Gaswettbewerb in Europa

26.01.2011

Grenzenloser europäischer Binnenmarkt für Strom und Gas bisher lediglich auf dem Papier

Foto: Europäisches Parlament

In Frankreich halten die staatlichen Energieriesen Electricité de France (EdF) und Gas de France (GdF) Suez gemeinsam mehr als 90 Prozent des Marktes. Der französische Markt scheint sich systematisch gegen ausländische Wettbewerber abzuschotten. Oettinger plädiert für eine Öffnung des europäischen Strom- und Gasmarktes, so dass in Europa ein freier Strom- und Gaswettbewerb stattfinden kann. Diese ist derzeit allerdings noch nicht umsetzbar, da es kaum Kuppelstellen an der deutsch-französischen und an der spanisch-französischen Grenze gibt, sagte der EU-Kommissar dem Handelsblatt.


 
Beim Energiegipfel Anfang Februar in Brüssel will Oettinger diesen Zustand thematisieren und erklärt diese Woche gegenüber dem Handelsblatt "Wir werden einen freien Strom- und Gaswettbewerb in Frankreich und anderen Ländern durchsetzen - notfalls auch vor dem Europäischen Gerichtshof.“