Aktuelle News für den Energiemarkt

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Geringe Erwartungen an unkonventionelles Gas in Deutschland

15.09.2011

Bevölkerung und Politik wehren sich gegen Förderung

Foto: arimoore/flickr.com

Die Energiewende und steigende Brennstoffpreise haben die Bereitschaft zur Förderung von schwer erschließbaren Erdgasvorkommen gesteigert. Dieses liegt beispielsweise unter der Erde in Schiefergestein oder Schieferton in so genannten unkonventionellen Lagerstätten. Um es fördern zu können, muss das Gestein zunächst hydraulisch aufgebrochen und mit einem Wasser-Chemikalien-Gemisch versetzt werden. Schließlich kann das unkonventionelle Gas durch die Risse entweichen. Diese Methode wird „Fracking“ genannt und besorgt Umweltschützer. Bislang ist keine Umweltverträglichkeitsprüfung vorgeschrieben und durch dieses Verfahren können möglicherweise Chemikalien in das Grundwasser gelangen.


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Oettinger will Strom- und Gasnetz in Europa ausbauen

09.09.2011

Finanzierung über einen steigenden Preis möglich

Foto: Württembergische Energie

Bei einer Energiekonferenz, die das Energiewirtschaftliche Institut an der Universität zu Köln (EWI) gemeinsam mit der Frankfurter Allgemeinen Zeitung ausrichtete, äußerte sich EU-Energiekommissar Oettinger kritisch zur Energiewende. Laut Frankfurter Allgemeine Zeitung kritisierte er die nationale Ausrichtung der deutschen Förderpolitik. Er befürchte wachsende europarechtliche Bedenken und verwies auf die notwendigen EU-Genehmigungen für geplante Beihilfen zur Förderung der Energiewende. Er wiederholte die Bedenken, die er bereits Ende August geäußert hatte (vgl. Württembergische Energie).

Er erwarte u. a. Probleme bei der Genehmigung des geplanten Strompreisausgleichs in stromintensiven Branchen. Er machte deutlich, dass er einen weiteren Anstieg der EEG-Umlage nicht für sinnvoll halte. Wichtiger sei der Ausbau des europäischen Leitungsnetzes für Strom und Gas – diese Kosten von rund 210 Milliarden EUR könnten über einen Aufschlag auf den Strompreis von bis zu 1,5 Cent je Kilowattstunde realisiert werden.

 

Gazprom und E.ON Ruhrgas vor Schiedsgericht

03.08.2011

Vertragspartner uneinig über Preisbildung bei Erdgas

Foto: E.ON Ruhrgas

Die Frankfurter Allgemeine Zeitung (Printausgabe, 03.08.2011, S. 14) berichtet, dass E.ON erstmals mit Gazprom vor ein Schiedsgericht zieht. Hintergrund sind die jahrelangen Verträge, die E.ON u. a. mit den Niederlanden, Norwegen und eben auch Russland geschlossen hat. Diese besagen, dass der Gaspreis sich an die Bewegungen der Erdölpreise richtet. Bislang passte dieses Preismodell für beide Seiten. Mit der Wirtschaftskrise kam dieses Modell nach Meinung der E.ON Ruhrgas ins Wanken: mit dem niedrigen Verbrauch sowohl von Öl als auch von Gas brachen die Preise ein. Seitdem sich der Ölpreis bereits Anfang 2010 wieder erholt hat, klaffen die Preise nun auseinander. Gas ist an den Spotmärkten heute deutlich günstiger als der ölpreisgebundene Gaspreis.

Auf dieser Basis verlangt E.ON Ruhrgas aktuell von seinen Partnern „Vertragskorrekturen“. Gazprom allerdings verweigert die Preisnachlässe (vgl. Focus) und ist der Meinung, dass eine Vertragsanpassung überflüssig sei. Es handle sich nur um ein kurzfristiges Phänomen.

Hohe Inflationsrate in Deutschland

13.07.2011

Energie erneut als Preistreiber

Foto: arsalank2/flickr.com

Am Dienstag berichtet n-tv über die hohe Teuerung in Deutschland. Die Verbraucherpreise liegen bereits seit einigen Monaten über der kritischen Marke. Verglichen mit dem Vorjahr sind die Preise für Waren und Dienstleistungen um 2,3 Prozent gestiegen.

Experten erwarten eine weitere Verschärfung – und führen dies insbesondere auf den Preisanstieg bei Energie zurück. Auch das Hamburger Abendblatt und Die Welt berichten entsprechend. Laut Statistischem Bundesamt mussten Verbraucher im Juni vor allem für Energie mehr ausgeben. Die Preise zogen in dem Bereich um 9,1 Prozent an. Teurer wurden auch Strom (+7,6 Prozent) und Heizöl (+19 Prozent).

Die Europäische Zentralbank erwartet auf Basis dieser Daten, dass „die Preise in diesem Jahr deutlich stärker anziehen werden als bislang angenommen.“ Durch den Schub bei den Energie- und Rohstoffpreisen wird die Inflation vermutlich weiter zulegen.

 

Bundesregierung plant CO2-Zertifikate für Heizmittel

04.07.2011

Förderung der Klimaschutzziele

Foto: DerGuy82/flickr.com

Unterschiedliche Medien (z. B. Financial Times Deutschland, Spiegel) berichteten vergangene Woche, dass die Bundesregierung CO2-Zertifikate für Brennstoffe plant. Diese Maßnahme soll die Bundesregierung unterstützen, die geplanten Klimaschutzziele zu erreichen. Die entstehenden Mehrkosten könnten vermutlich direkt auf den Verbraucher umgelegt werden. Dies würde erneut steigende Energiekosten bedeuten.

Konkret plant die Bundesregierung im Jahr 2015 CO2-Zertifikate für alle Brennstoffe einzuführen. Dann ist für Händler von Erdgas und anderen Brennstoffen der Erwerb von CO2-Zertifikaten vorgesehen. Inwieweit die Kosten an die Verbraucher weitergegeben werden, muss abgewartet werden. Eine entscheidende Rolle wird dabei sicherlich der Markt spielen.

Den Berichten nach erwartet die Bundesregierung noch vor der Einführung der CO2-Zertifikate stark steigende Energiekosten.