Aktuelle News für den Energiemarkt

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Sorge um den Industriestandort Deutschland

23.08.2011

Oettinger sorgt sich um steigende Strompreise

Foto: Württembergische Energie

Bereits Ende Juli 2011 gab Energiekommissar Oettinger dem Hamburger Abendblatt ein Interview. Er erklärte, dass Deutschland den zweitteuersten Strom der EU hat – nur in Dänemark kostet Strom noch mehr. Schon heute handelt sich für die Industrie um einen entscheidenden Kostenfaktor. Er forderte, dass sich die Bundesregierung dafür einsetzt, dass Strom nicht noch teurer wird, sondern den Preis „deckelt“. Damit meint Oettinger den staatlichen Anteil der Energiekosten. Schließlich ist der Strompreis zu 48 Prozent von politischen Faktoren bestimmt: u. a. mit Ökosteuer und EEG.


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ZEW Energiemarktbarometer 2011

21.07.2011

Energiewende führt zu steigenden Energiepreisen

Foto: Württembergische Energie

Das Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) hat in einer Umfrage unter 200 Energiemarktexperten herausgefunden, dass mit einem Preisanstieg für Strom, Erdgas, Öl und Kohle zu rechnen ist. Für energieintensive Unternehmen, beispielsweise in der Stahl- oder Aluminiumproduktion, mit einem hohen Energiebedarf ergeben sich daraus steigende Kosten. Für Strom sehen die Experten bereits in 2011 einen Preisanstieg.

Während bis Ende 2011 die Mehrheit der Energiemarktexperten grundsätzlich stagnierende Energiepreise erwartet, macht Strom die Ausnahme. Hier gehen 51 Prozent von einem Anstieg aus – kurzfristig. Dieses Ergebnis ist mit großer Wahrscheinlichkeit auf den Atomausstieg zurückzuführen. 93 Prozent der Befragten vermuten, dass die Strompreise für Großkunden bis zum Jahr 2016 weiter steigen werden. Gut 85 Prozent sehen in dieser Zeit auch eine Erhöhung für Erdgas, 76 Prozent für Kohle, beim Rohöl 84 Prozent.


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Roland-Berger-Studie prognostiziert erhebliche Mehrkosten

28.06.2011

Strompreis steigt stark in den energieintensiven Branchen

Foto: dheuer/flickr.com

Ein Artikel des aktuellen manager magazins (7/2011, S. 90 ff.) berichtet über besonders von der Energiewende betroffene Unternehmen. Immerhin verbrauchen die energieintensiven Branchen in Deutschland rund ein Fünftel des deutschen Stroms. Und bereits jetzt machen die hohen Rohstoffkosten einigen Unternehmen zu schaffen. Die erwarteten höheren Energiekosten werden zu einem weiteren Kostenanstieg führen.

Das Magazin zitiert eine Roland-Berger-Studie, die drastisch steigende Stromkosten prognostiziert. Bei einem angenommenen Wachstum von einem Prozent pro Jahr steigen die Stromkosten laut Hochrechnung um einige Milliarden bis 2050. In dem Artikel wird mit einem Stromkostenanstieg von 20 Prozent für die Papier- und Pappeindustrie gerechnet. Auch die Branche „Metalle“ wird es nach dem Bericht treffen: Die Hersteller von Stahl, Aluminium und Kupfer haben aktuell bereits mit Stromkosten von 1,2 Milliarden EURO zu kämpfen. Diese können bis 2050 um 50 Prozent auf 1,8 Milliarden EURO ansteigen.


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Atomdebatte in Europa

24.03.2011

Mögliche Auswirkungen bei Abschaltung der AKW

Foto: Passenger Faber/flickr.com

In Europa sah im Jahr 2010 die Verteilung der Stromquellen wie folgt aus:

  • 28 Prozent entfielen auf Atomkraft
  • 27,6 Prozent auf Kohle, 23,2 Prozent auf Erdgas
  • 2,2 Prozent auf Erdölprodukte
  • sowie 19 Prozent auf Erneuerbare Energien.

Allein in Deutschland wurden 621 TWh Strom produziert – 22,6 Prozent davon aus Atomkraft. Das entsprach im vergangenen Jahr einer Produktionsleistung von rund 140 TWh.

Nach den Ereignissen in Japan wird sich vermutlich einiges auf dem Energiemarkt in Deutschland tun. Wie sich die Entwicklungen auf die Verbraucher auswirken werden, ist ungewiss. Die Preise für Rohstoffe und Strom sind nach Bekanntwerden des Moratoriums durch die Bundesregierung ruckartig nach oben geschnellt. Die Debatte um Klimaschutz, Sicherheit und Kosten ist entbrannt – und eine endgültige Abschaltung der älteren AKW ist möglicherweise nicht mehr weit entfernt (vgl. Frankfurter Allgemeine Zeitung, Printausgabe 24.03.2011, S. 12).


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Stromnetzausbau in Deutschland und Europa kostet Milliarden

22.03.2011

Genehmigungsverfahren sollen vereinfacht werden

Foto: zellmi/flickr.com

Aufgrund der aktuellen Geschehnissen in Japan sowie der daraus resultierenden Reaktionen der Bundesregierung ist in Deutschland der Wunsch nach Ökostrom stark gestiegen. Dies führt auch zu ersten Gesetzesinitiativen. Dazu muss neben der Produktion auch der Transport der erneuerbaren Energien gesichert sein. Schon Ende November 2010 wies eine Studie der Deutschen Netzagentur Dena einen Netzausbaubedarf von 3.600 Kilometern bis 2020 aus – zusätzlich zu den 850 Kilometern aus der vorangegangenen Studie. Wenn der (damals) angestrebte Ökostromanteil von 40 Prozent sinnvoll eingespeist werden – und die bisherige Technik verwendet werden soll – ist dieser Ausbau notwendig (vgl. FTD).

Am vergangenen Montag stellte Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle bei einem Treffen in Brüssel den EU-Energieministern seine Vorschläge für einen schnelleren Ausbau der Stromnetze vor. Ziel ist es, den Ausbau der Netzinfrastruktur zu beschleunigen, damit Ökostrom auch tatsächlich zu den Verbrauchern gelangen kann. Brüderle verglich die Herausforderungen des Infrastrukturausbaubedarfs mit denen nach der Wiedervereinigung (vgl. FAZ Printausgabe: 21.03.2011, S. 13). Er plant den „Flickenteppich“, der auf den bisherigen Länderzuständigkeiten basiert, abzuschaffen. Genehmigungen sollen durch ein bundesweit einheitliches Verfahren vereinfacht werden, indem die Bundesnetzagentur in Abstimmung mit den Ländern agiert. Zudem setzt das Wirtschaftsministerium auf eine effizientere Netzanbindung von Offshore-Windparks sowie eine stärkere Förderung von Stromspeichern.


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