Ausfall- und wartungsbedingte Reduzierungen von Kernkraftwerkskapazitäten im französischen System

18.01.2022

Verteuerungen bei den stromrelevanten Futures

STROM:

Ausfall- und wartungsbedingte Reduzierungen von Kernkraftwerkskapazitäten im französischen System, Verteuerungen bei den stromrelevanten Futures (Gas und Kohle) sowie ein anziehender CO2-Preis üben derzeit wieder Preisdruck auf die Monats- und Quartalsprodukte des Lieferzeitraums 2022 aus. Das Lieferjahr 2023 (CAL-23) profitiert derzeit von positiven Verfügbarkeitsprognosen für das Medium Gas und notiert in der Folge leicht schwächer. Am Freitag wurde das CAL-23 im Base bei 117,48 €/MWh und im Peak bei 151,50 €/MWh abgerechnet – ein durchschnittlicher Rückgang von ca. 9 % zum Freitag der Vorwoche.


GAS:

Kühlere Temperaturaussichten, geringer ausfallende Lieferungen aus dem norwegischen System sowie eine kurzfristig verstärkte Nachfrage zur Verstromung wirken unmittelbar preistreibend auf die Monats- und Quartalsprodukte. Das CAL-23 entzog sich der aktuell herrschenden Preisdynamik und verlor im Zeichen verbesserter Preisprognosen zum Freitag der Vorwoche um ca. 6 % auf 44,82 €/MWh

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Festerer CO2-Preis

11.01.2022

sowie Verteuerungen bei den stromrelevanten Futures

STROM:

Ein festerer CO2-Preis sowie Verteuerungen bei den stromrelevanten Futures (Gas und Kohle) bestimmen derzeit das sukzessiv steigende Preisniveau des Lieferjahres 2023 (CAL-23). Das Grundlastprodukt (CAL-23, Base) wurde am Freitag bei 126,98 €/MWh und das Spitzenlastprodukt (CAL-23, Peak) bei 169,44 €/MWh abgerechnet – ein durchschnittlicher Preiszuwachs von 7,06 % im Vergleich zum Wochenbeginn. Die Monats- und Quartalsprodukte für das Lieferjahr 2022 (CAL-22) verlassen hingegen die oberen Preisregionen des Dezembers und bieten derzeit geeignete Kaufgelegenheiten.


GAS:

Ungeklärte Fragen hinsichtlich des schwelenden Ukraine-Konflikts sowie offene politische und regulatorische Fragen in Bezug auf die Inbetriebnahme der Nord Stream 2 Pipeline bestimmen derzeit das aktuelle Preisgefüge am Gasmarkt. Zum Ende der Handelswoche wurde das CAL-23 bei 48,63 €/MWh um 2,89 €/MWh leicht teurer abgerechnet als noch zum Wochenbeginn. Wie im Strom befinden sich auch die Gaspreise für die Monats- und Quartalsprodukte für das CAL-22, bedingt durch mildere Temperaturaussichten sowie zusätzliche LNG-Lieferungen, auf dem Rückzug.

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Allzeithochs am Gas- und CO2-Markt

22.12.2021

Future-Base wurde deutlich über die 200-Euro-Marke angehoben

DAS WICHTIGSTE IN KÜRZE:

STROM:

Allzeithochs am Gas- und CO2-Markt hoben den Future-Base deutlich über die 200-Euro-Marke. Am Freitag der KW 50 wurde das Grundlastprodukt (CAL-22, Base) bei 242,35 €/MWh abgerechnet. Der Future-Peak (CAL-22) konnte ebenfalls vom festeren Umfeld profitieren und durchbrach die 300-Euro-Marke mit 313,04 €/MWh nachhaltig. Der Preisunterschied (Base) des CAL-22 zum nachfolgenden Frontjahr (CAL-23) betrug zum Freitag ca. 120 €/MWh (121,86 €/MWh). Die weiteren Lieferjahre wurden bei 90,01 €/MWh (CAL-24), 85,28 €/MWh (CAL-25) und 81,95 €/MWh (CAL-26) abgerechnet.


GAS:

Fallende Gasspeicherstände, unveränderte Erwartungen an ein kühleres Temperaturniveau in der ersten Winterhälfte sowie reduzierte Hoffnungen an eine Auktionierung zusätzlicher Gasmengen aus Russland sorgten für neue Rekordstände. Zum Freitag wurde das CAL-22 bei 93,96 €/MWh abgerechnet und gewann innerhalb einer Woche um 20 %. Das CAL-23 verteuerte sich mit einem Zuwachs von 10 % auf 46,24 € ebenfalls. Die Jahreskontrakte CAL-24 und CAL-25 wurden zum Freitag mit 28,,97 €/MWh bzw. 24,96 €/ MWh abgerechnet und verteuerten sich durchschnittlich um 5 %.

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