Fördermittel für Energieeffizienzmaßnahmen

04.03.2020

Sukzessiv steigende Energiekosten und damit einhergehende Energieeffizienzanforderungen an den eigenen Maschinen- und Anlagenpark stellen für Unternehmen eine große Herausforderung dar.

Bei der Neuanschaffung von Maschinen und Geräten sowie der Umsetzung von Energieeffizienzmaßnahmen, spielen bei der anfänglichen Entscheidungsfindung die hohen Investitionskosten eine erhebliche Rolle. Dennoch gibt es in Deutschland bei der Anschaffung von Neugeräten oder der Umsetzung von Energieeffizienzmaßnahmen, vielfältige Möglichkeiten eine staatliche Förderung als Zuschuss oder einen zinsverbilligten Kredit zu erhalten.

Hierzu möchten wir Ihnen heute zwei gefragte Förderprogramme des Bundesamts für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) vorstellen, deren Fördermittel für eine Vielzahl von Maßnahmen genutzt werden können. Möchten Sie Ihre Investitionskosten senken, schauen Sie sich folgende Beispiele an:

Bundesförderung für Effizienz in der Wirtschaft – Zuschuss (Modul1):

Das Modul 1 fördert verschiedenste Maßnahmen zur Erhöhung der Energieeffizienz durch den Einsatz von hocheffizienten und am Markt verfügbaren Technologien:

Dazu zählen unter anderem:

 

  • Die Neuanschaffung elektrischer Motoren und Antriebe
  • Anlagen zur Abwärmenutzung
  • Frequenzumrichter
  • Druckluftanlagen sowie deren Steuerung
  • Ventilatoren
  • Dämmung von industriellen Anlagen

 

Die maximale Förderquote nach Modul 1 beträgt 40% der förderfähigen Investitionskosten (bei maximalen Investitionskosten von 200.000€).

Energiebezogene Optimierung von Anlagen und Prozessen – Zuschuss (Modul 4):

Das Modul 4 fördert alle Maßnahmen, die zur energetischen Optimierung in Anlagen und (Produktions-)Prozessen zur Steigerung der Energieeffizienz beitragen.

Dazu zählen unter anderem:

 

  • Prozess und Verfahrensumstellungen
  • Maßnahmen an Anlagen zur Wärmeversorgung, Kühlung, Belüftung und Nutzung von Abwärme
  • Maßnahmen zur Vermeidung von Energieverlusten

 

Die Fördergelder richten sich bei Modul 4 nach Höhe der eingesparten Tonne CO2. So liegt die maximale Förderung für KMU-Unternehmen bei 500€ pro eingesparter Tonne CO2, bei Nicht-KMU Unternehmen bei 700€ pro eingesparter Tonne CO2.

Einige Förderprogrammen setzen für eine erfolgreiche Antragstellung voraus, dass Energieberater ein Energieeinsparkonzept erstellen.

Fernab der zwei vorgestellten Förderprogramme stehen Unternehmen eine Vielzahl von verschiedenen Förderprogrammen/ -möglichkeiten zur Verfügung, die in einigen Fällen auch miteinander kombinierbar sind. Zur Erreichung der maximalen Zuschusshöhe sollte, vor der Beantragung, die Auswahl und die Kombinierbarkeit der Förderprogramme individuell für jede Investition geprüft werden.

DIE WOLFF & MÜLLER ENERGY GMBH unterstützt Sie hierbei von der Prüfung über mögliche Fördermittel und der Erstellung eines Einsparkonzepts bis hin zur Antragstellung und Einreichung des Verwendungsnachweises nach Umsetzung der Maßnahme.

§19-Umlagenreduktion – für 2019 noch rückwirkend bis 31.03.2020 möglich!

06.02.2020

Anders als für die Kalenderjahre 2016-2018 besteht für Letztverbraucher ab dem Jahr 2019 nur noch die Meldepflicht für die §19-StromNEV-Umlage, die Meldepflicht der KWKG-Umlage entfällt.

Für das Kalenderjahr 2019 hat sich die §19-StromNEV-Umlage wie folgt gestaltet:

 

  • 0,305 ct/kWh für den Verbrauch bis 1.000.000 kWh
  • 0,05 ct/kWh für den Verbrauch über 1.000.000 kWh

 

Letztverbraucher mit einem Verbrauch von > 1.000.000 kWh im Jahr pro Zähler sind angehalten eine Meldung des Jahresverbrauchs 2019 an den jeweiligen örtlichen Netzbetreiber zu machen.

Somit wird sichergestellt, dass dem Letztverbraucher der reduzierte Umlagensatz gewährt wird für den Verbrauch, der über die 1.000.0000-kWh-Grenze hinausgeht.

Die Meldung für das Kalenderjahr 2019 kann noch rückwirkend bis 31.03.2020 durchgeführt werden.

Erfolgt keine oder eine verspätete Meldung, kann der Netzbetreiber gegenüber dem Letztverbraucher die gesamte Jahresverbrauchsmenge mit dem allgemeinen Umlagensatz bis 1.000.000 kWh geltend machen.

Sie benötigen Unterstützung bei der Umsetzung der Meldepflicht?

Ihre Consultants der WOLFF & MÜLLER ENERGY GMBH unterstützen Sie bei diesem Thema sehr gerne.