Die Notierungen für die einzelnen Kalenderjahre bewegen sich weiter auf hohem Niveau

31.08.2021

Zu Wochenbeginn überschritten die Kurse für das Frontjahr Base 2022 wieder die Marke von 81 €/MWh und nahmen Kurs auf die Marke von 85 €/MWh

Der Anstieg am Strommarkt geht mit dem Anstieg der Preise für die CO2-Emissionszertifikate einher, diese stiegen in der KW 34 um ca. 4 €/Tonne CO2 und lagen zum Wochenende bei 59,00 €/ Tonne CO2.

 

Erdgas:

Das unmittelbare Frontjahr 2022 befindet sich mit Notierungen über 33 €/MWh weiterhin auf Hochpreisniveau. Die Frontjahre 2024 und 2025 liegen aktuell (noch) unter der Marke von 20 €/MWh, so dass eine langfristige Absicherung überlegenswert erscheint.

Unterstützung erhalten die Preise nach wie vor von niedrigen Gasspeicherständen. Die Meldung vom Montag, dass dieses Jahr noch knapp 5,6 Millionen Kubikmeter Gas durch Nord-Stream 2 fließen sollen hatte keine nachhaltige, preismindernde Wirkung.

 

Marktumfeld

CO2

Im derzeitigen Preisgefüge ist die Verstromung aus Kohle deutlich attraktiver als Gas – was im Ergebnis die Nachfrage nach CO2 Zertifikaten weiter steigen lässt. 

Die Emissionszertifikate überschritten zu Wochenbeginn die Marke von 55€/Tonne CO2 und stiegen bis Ende der Woche auf ein Preisniveau von 59,00 €/Tonne CO2 an.

Marktanalysten gehen davon aus, dass es sich nicht mehr lange dauert bis die Marke von 60 €/Tonne CO2 überschritten wird – eine Trendwende zeichnet sich nicht ab.

 

Kohle und Erdöl

Die große Nachfrage am asiatischen Markt sorgt weiterhin für sehr stabile und hohe Kohlepreise. Insbesondere China und Indien importieren derzeit viel vom Weltmarkt, da die eigenen Ressourcen derzeit nicht ausreichend sind. Rund 600 neue Kohlekraftwerke sind in Planung. Die neuen Kohlekapazitäten in den Staaten China, Indien, Indonesien, Japan und Vietnam sollen eine gemeinsame Leistung von mehr als 300.000 MW haben – der Hunger nach Kohle wird auch zukünftig wohl nicht geringer ausfallen.

 

Zur KW-Marktanalyse

Zurück