Es geht weiter Bergauf

07.09.2021

Neues Rekordhoch

STROM:
Mit einem kräftigen Plus zum Wochenstart, lag das Kalenderjahr 2022 im Base bei 86,51 Euro/MWh und erreichte zum Ende der Woche einen neuen Höchststand bei 89,92 Euro/MWh.

Als Gründe für das neue Rekordhoch sind die festen Preise im CO2-Markt – welche aktuell stark durch eine hohe Kohleverstromung begünstigt werden – sowie die stark gestiegenen Preise am Gasmarkt hervorzuheben.

 

GAS:
Massiv aufwärts ging es auch für das unmittelbare Frontjahr 2022, welches am Freitag mit Notierungen über 34 Euro/MWh weiterhin mit festen Preisen aufwertete.
Hinzu kommt Unterstützung vom Erdgasförderunternehmen Gazprom, welches am Mittwoch ankündigte, dass sich seine Gasexporte nach Europa in diesem Jahr auf rund 183 Mrd. Kubikmeter belaufen werden – unabhängig ob Nord-Stream 2 noch in 2021 in Betrieb gehen werde oder nicht. Entgegen der bisherigen Markterwartung, dass sich die Angebotssituation durch Nord-Stream 2 verbessern würde, hatte die Meldung unterstützende Wirkung auf die Gaspreise. Hintergrund könnten mögliche Drosselungen über andere Routen nach Europa sein.

 

MARKTUMFELD

CO2
Am Freitag erreichte der CO2 Preis sein neues Rekordhoch von 61,32 Euro/Tonne. Mit dem Ende der Sommerpause dürfte wieder mehr Liquidität und damit eine höhere Nachfrage an den CO2-Markt einhergehen. Unterstützend wirkt sich zudem die weiterhin unterdurchschnittliche Erneuerbaren-Einspeisung sowie eine durch hohe Gaspreise begünstigte Attraktivität der Kohleverstromung auf das aktuelle Preisgefüge aus. Mit Überspringen der „magischen“ 60-Euro-Marke scheint das Ende der Fahnenstange noch nicht erreicht: 65 Euro/ Tonne und mehr scheinen im aktuellen Marktumfeld als durchaus realistisch.

KOHLE UND ERDÖL
So teuer wie lange nicht präsentiert sich der Kohlepreis – das ARA-Kohlefrontjahr 2022 startete in der KW 35 mit gut 112 Euro/Tonne fester und bewegte sich im weiteren Verlauf bis zum Top 118,48 Euro/Tonne. Das Wiederanziehen der globalen Konjunktur – vor allem im asiatischen Raum – treibt die Nachfrage nach oben. Preisstützend wirkte sich zudem der starke Rückgang der US-Rohölbestände aus.
Bedingt durch den Wirbelsturm fehlen dem Markt Schätzungen zur Folge ca. 1,7 Millionen Barrel Öl/Tag aus der Golf-Region. Das OPEC Treffen fand am Mittwoch statt, mit dem Ergebnis, dass der Ölhahn ab Oktober mit einer Erhöhung von 400.000 Barrel/Tag weiter aufgedreht wird, um der Erholung der globalen Weltwirtschaft nach dem Lockdown Rechnung zu tragen.

Allerdings ist eine monatliche Überprüfung der Strategie geplant, um potenziell kurzfristige Anpassungen an den Fördermengen vornehmen zu können -weitere Konsultationen sind für den 4. Oktober geplant.

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