Nochmals neue Höchstwerte

24.08.2021

Das Kalenderjahr 2022 wurde bedingt durch einen höheren CO2- Preis sowie eine weiter zunehmende Kohle- und Gasverstromung im Schnitt nochmals um 1,2 % höher gehandelt als eine Woche zuvor

DAS WICHTIGSTE IN KÜRZE:

STROM: In der KW 33 wurde die festere Strompreisentwicklung nochmals mit neuen Höchstwerten bestätigt. Das Kalenderjahr 2022 wurde bedingt durch einen höheren CO2-Preis sowie eine weiter zunehmende Kohle- und Gasverstromung im Schnitt nochmals um 1,2 % höher gehandelt als eine Woche zuvor. Die Lieferjahre 2023 bis 2025 verteuerten sich im Schnitt um ca. 0,7 % Prozent und kosten im Vergleich zum Frontjahr 2022 (79,27 Euro/MWh) durchschnittlich 16 Euro/MWh weniger. Strommengen wären vor diesem Hintergrund langfristig und somit vorzugsweise über das Kalenderjahr 2023 hinaus zu fixieren.

GAS: Auch der Gaspreis schoss in der vorangegangenen Woche weiter in die Höhe. Zum Wochenbeginn wurden knapp 34 Euro/MWh im Marktgebiet NCG aufgerufen, was primär auf ein weiterhin verknapptes Rohstoffangebot, eine konjunkturbedingt zunehmende Stromnachfrage sowie einem stärkeren CO2-Preis zurückzuführen ist. In der Folge wurde das Kalenderjahr 2022 am Freitag aufgrund leichter Korrekturen für 30,89 Euro/MWh abgerechnet und notierte somit ca. 1,5 Euro/MWh schwächer als noch eine Woche zuvor. Bedingt durch die preisliche Differenz zum Frontjahr 2022 von ca. 8 bis 12 Euro für die MWh, bieten die Lieferjahre 2023 bis 2025 eine gute Möglichkeit zur Fixierung der aktuellen Konditionen.

MARKTUMFELD

CO2Der CO2-Markt startete überwiegend fester in die neue Handelswoche, schloss zum Freitag aber leicht schwächer bei 54,37 Euro/Tonne ab. Die starke Volatilität am Markt, die im Wo-chenverlauf für Preisschwankungen von 53,50 bis 58,16 Euro/Tonne sorgte, ist auf eine Viel-zahl preistreibender Faktoren zurückzuführen. Neben spekulativen Positionen am Markt sind es die hohen Gaspreise und eine zunehmende Attraktivität der Kohleverstromung, die einen erheblichen Einfluss auf die Preisbildung am CO2-Markt ausüben. Kurzum: Nimmt die Wett-bewerbsfähigkeit der Kohle zu, steigt der Be-darf an Emissionszertifikaten die als Nachweis durch die Emittenten zu erbringen sind. Hinzu kommen mangelnde Verkaufspositionen, die den Preis zusätzlich belasten. Bedingt durch die weiterhin unterdurchschnittlichen Erneu-erbaren-Einspeisungen und die angespannte Preissituation am Gasmarkt kann in der kurzen Frist nicht von einer Entspannung ausgegangen werden.KOHLE UND ERDÖLWie auch in der Vorwoche bleibt der Kohlemarkt auch in der KW 33 gut unterstützt. Bedingt durch die im Vergleich zu Gas anziehenden Nachfrage zur Stromerzeugung, gestiegenen Konjunkturer-wartungen sowie des hohen asiatischen Kaufin-teresses, konnten im Verlauf der Handelswoche zum wiederholten Male bestehende Rekord-markten eingestellt werden. Der Freitagshandel schloss dennoch mit einem Minus von 3 % im Vergleich zur Vorwoche bei 100,75 US-Dollar/Tonne ab.Am Ölmarkt machen sich weiterhin die Sorgen vor einer weiteren Ausbreitung der Delta-Va-riante des Coronavirus und die damit verbun-dene Sperrung einzelner Handelsrouten im asiatischen Raum bemerkbar. Hinzu kommen abgesenkte Prognosen für die Öl-Nachfrage im laufenden Jahr, die ergänzend für einen Preis-verfall auf 65,14 US-Dollar (-7,72 % im Vergleich zur Vorwoche) sorgten.

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